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05-03-10 16:47 Alter: 188 days

Jugendliche für Jugendliche – Schispaß mit dem clearinghouse Salzburg

HBLA-Saalfelden Schispaß mit dem Clearinghouse Salzburg
HBLA-Saalfelden Schispaß mit dem Clearinghouse Salzburg

Viele gute Seelen halfen nun schon zum vierten Mal mit, den unbetreuten minderjährigen Flüchtlingen aus  Kriegsgebieten dieser Welt einen unbeschwerten Schitag zu ermöglichen. Jugendliche von JufüJu (Jugendliche für Jugendliche) sowie Schüler/innen der HBLA Saalfelden und  der Wirtschaftsschulen Bramberg fungierten als SchilehrerInnen, denn die 29 Mädchen und Burschen aus dem Clearinghouse Salzburg standen noch nie zuvor auf Schi.

Das erste Mal waren heuer auch MentorInnen mit ihren Jugendlichen aus dem Projekt MutMachen der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg mit von der Partie.

Ausrüstung und Kleidung stellte Sport Bründl wieder kostenlos zur Verfügung. Den Schispaß und die unvergesslichen Stunden beim Rodeln und im Funpark  am Erlebnisberg Naglköpfl in Piesendorf ermöglichten Bürgermeister Warter samt äußerst hilfsbereiter Mannschaft des Naglköpfls. Das gemeinsame Abendessen beim Naglbauern sponserte die Evangelische Jugend. 

Flüchtlinge sind Gäste in unserem Land.  JufüJu versucht Ihnen das Gefühl zu geben, dass sie hier willkommen sind. Wenn man hinter die Kulissen blickt und erfährt, welch schreckliche Schicksale auf diesen jungen Schultern lasten, ist es völlig unmöglich, diesen Menschen einfach den Rücken zu kehren oder alle in einen Topf zu werfen, gebrandmarkt  mit dem Stempel „unerwünscht“. Viele der Jugendlichen aus Somalia, Nigeria, Eritrea, Ghana, Georgien oder Afghanistan haben schreckliche Erlebnisse im Heimatland hinter sich und durchleben auf der Flucht eine zweite Traumatisierung , tagelange Fußmärsche, überfüllte Boote und Schlepper, die vor nichts zurückschrecken. Nicht wenige erfahren erst im Clearinghouse, dass Rebellen in ihrem Dorf Vater und Mutter getötet haben. Andere wurden durch die Kriegswirren oder auf der Flucht von ihren Familien getrennt.

Wären wir in solch einem zerrütteten Land geboren, würden wir nicht auch hoffen, dass es für unsere Söhne und Töchter einen Ausweg gibt, dass sie in einem freien Land aufgenommen werden, wo sie ohne Angst, Druck und Zwang leben könnten?

Tina Widmann

 

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